
Seit der Einführung von XMP im Jahre 2001 veröffentlichte Adobe weitere Versionen der XMP-Spezifikation:
XMP 2001-09: erste veröffentlichte Version, auch XMP 1.5 genannt
XMP 2004-01: Grundlage für PDF/A-1; Alias-Mechanismus entfernt
XMP 2005-06: weit verbreitet im Einsatz
XMP 2005-09: viele Klarstellungen, aber keine nennenswerten Änderungen; Grundlage für PDF/E-1, dient wahrscheinlich auch als Grundlage für ISO 32000
Dabei gab es einige nicht kompatible Änderungen. So änderte sich der Typ der Property photoshop:SupplementalCategories von Text in XMP 2004 zu Bag Text in XMP 2005.
Da bislang kein XMP-Validierungsservice verfügbar war, finden sich in existierenden Dokumenten zahlreiche Varianten von ungültigem XMP, darunter auch in PDFs, die mit Adobe-Software erstellt wurden. Einige Beispiele:
Beim Erstellen eines Eintrags Author in den Dokumenteigenschaften von Acrobat 8 wird die Property dc:creator mit dem Typ Bag eingetragen. Gemäß XMP 2004 sollte das aber der Typ Seq sein.
Adobe-Anwendungen erzeugen verschiedene Properties, die nicht in der Liste der vordefinierten XMP-Properties enthalten ist, z.B. pdf:Title, pdf:CreationDate, photoshop:History. Dies stellt nicht zwangsläufig eine Verletzung der XMP-Spezifikation dar (die zusätzliche Schemas und Properties unterstützt), führt aber insbesondere bei Eigenschaften zu Verwirrung, für die eine vordefinierte Property verfügbar ist (z.B. benutzerdefiniertes pdf:CreationDate vs. vordefiniertes dc:CreateDate).
Die Originalfassung des PDF/A-1-Standards weist ebenfalls einige Probleme in der Beschreibung seiner XMP-Anforderungen auf. Die meisten davon wurden im Technical Corrigendum 1 (TC1) korrigiert. Zum Beispiel:
Die Zuordnung von Dokumentinfo-Einträgen auf XMP-Properties bildet den Eintrag Subject fälschlicherweise auf dc:subject ab, statt korrekt auf dc:description (in TC1 korrigiert).
Fontdatei-Streams sollen den Fontnamen fälschlicherweise in der Property xmp:Title speichern statt korrekt in dc:title (in TC1 korrigiert). Dieses Problem hängt mit dem in XMP 2001 beschriebenen Alias-Mechanismus zusammen; dieser sollte aber nicht mehr verwendet werden und wird in XMP 2004 und PDF/A-1 auch nicht mehr unterstützt.
Dasselbe gilt für xmpRights:Copyright statt korrekt dc:rights (in TC1 korrigiert).
Um gültige XMP-Metadaten zu erstellen, müssen Sie sicherstellen, dass diese der XMP-Spezifikation und gegebenenfalls weiteren Bedingungen wie zum Beispiel den durch PDF/A-1 gegebenen Anforderungen genügen. Da XMP auf XML basiert, sollten Sie als erstes überprüfen, ob Ihr XMP auch wohlgeformtes XML darstellt. Dazu können Sie ein beliebiges XML-Validierungstool verwenden. Da XMP auf dem RDF des W3C basiert, müssen Sie zudem sicherstellen, dass Ihr XMP gültiges RDF enthält. Dies lässt sich mit dem vom W3C bereitgestellten RDF-Validierungsservice testen.
Wie aber können Sie herausfinden, ob Ihr XMP der XMP-Spezifikation von Adobe genügt und eventuell auch den von PDF/A-1 an XMP gestellten Anforderungen? Dies ist insbesondere wichtig für Programmierer und Administratoren, die eigenes benutzerdefiniertes XMP zur Einbindung in PDF und speziell PDF/A-1 erstellen möchten. Da Acrobat keine Daten zur XMP-Validierung liefert, bieten wir einen kostenlosen XMP-Validierungsservice für PDF/A.